Krananlagen-Umbau für effizientere Reparatur von Stahlbrücken

Sanierte Krananlagen optimieren Schwerlastmontage der DB Bahnbau Gruppe

05.19.2026 新闻快报

Mit der Sanierung ihrer Kran­anlagen investiert die Brücken­werkstatt der DB Bahnbau Gruppe in eine optimierte Schwer­last­montage. In der Brücken­werkstatt der DB Bahnbau Gruppe, eine Tochter der Deutschen Bahn (DB) in Dresden wurden nach fünf Jahren die Krane erneuert. Aufgrund einer sinkenden Verfüg­bar­keit der Kran­anlagen bestand Handlungs­bedarf, um die Betriebs­abläufe dauer­haft zuverlässig sicher­zu­stellen. Der Auftrag zur Über­arbeitung der Anlagen ging an Dresden Krane + Industrie Service (DKS). Das Unter­nehmen arbeitet seit 2023 mit der DB zusammen und führt dort sämtliche Prüfung und Reparaturen aus. Die Konzeption der Steuerung und die Inbetrieb­nahme der neuen Tandem-Krananlage erfolgte durch STAHL Crane­Systems im Oktober 2025.

Für die Modernisierung ihrer Infrastruktur setzt die Deutsche Bahn auf leistungs­fähige Technik. So wurden in der Brücken­werkstatt Dresden neue Kran­systeme installiert, um die Verfüg­bar­keit und Effizienz der Abläufe zu verbessern. Im Unter­nehmen kümmern sich etwa 100 Mitarbeiter um die Reparatur und den Neubau von Eisen­bahn­brücken auf einem Gelände mit vier Hallen. Das Leistungs­spektrum umfasst die Fertigung von Stahl­über­bauten und Hilfs­brücken durch Schweiß- und Korrosions­schutz­arbeiten. Im Jahr 2025 hat das Unter­nehmen seine Kran­anlage modernisiert, um die Voraus­setzungen für einen wirt­schaft­lichen Reparatur­betrieb zu verbessern.

Geballte Kompetenz in der Brücken­werkstatt seit fast 100 Jahren    
Die Brückenwerkstatt ist im Rahmen der DBS 918005 für die schweiß­technische Fertigung, den Stahl­bau und Korrosions­schutz qualifiziert. Dieser Standard regelt die technischen Spezifikationen für die Ausführung von Stahl­trag­werken im Eisen­bahn­brückenbau und sonstigen Ingenieur­bau­werken, wenn Eisen­bahn­lasten einwirken. Der Betrieb, der seit 2010 zur DB Bahnbau Gruppe gehört, liegt in der Dresdner Neustadt und feiert im Jahr 2027 das 100-jährige Bestehen. Entsprechend groß ist die Erfahrung und Kompetenz, die dort gebündelt ist. Die Experten beherrschen sämtliche Arbeits­schritte für den Brückenbau und die Modernisierung – von der Planung über die Fertigung bis hin zur Montage und Instandsetzung.   

Zahlreiche Projekte wurden bereits erfolgreich abgeschlossen. Eines davon war die Beckerbrücke, auch als das Chemnitzer Viadukt bekannt. Sie gilt als eine der schönsten Stahl­konstruktionen in Deutschland. Diese im Jahr 1901 errichtete Eisen­konstruktion führt über den Fluss Chemnitz und wird von Zügen der Bahn­strecke Dresden-Werdau befahren. Von Anfang 2022 bis Ende 2024 arbeiteten die Brücken­werkstatt der DB Bahnbau Gruppe und Denk­mal­behörden gemeinsam daran, das 275 m lange, denk­mal­geschützte Bauwerk zu restaurieren, um es an heutige Anforderungen des Bahn­verkehrs anzupassen. Alle Schweiß­arbeiten und Korrosions­schutz­maß­nahmen zur Modernisierung fanden in der Brücken­werkstatt statt. 

Hunderte Stahlbrücken benötigen eine Auffrischung   

In Deutschland gibt es rund 30.000 Eisen­bahn­über­führungen, davon 8.500 in Stahl­aus­führung. Einige davon wurden in der Brücken­werkstatt Dresden bereits saniert, viele Brücken stehen noch zur Sanierung an. In der Brücken­werkstatt geht man davon aus, dass es wirtschaftlich möglich ist bei diesen Brücken Verstrebungen oder Lager zu tauschen und den Korrosions­schutz zu erneuern. Doch es gibt eine Herausforderung: Die Stahlteile der Brücken sind meistens groß und schwer. Deshalb ist eine zuverlässige Krananlage für diese Reparatur­arbeiten unumgänglich.    

Die alte Krananlage ist zwar noch vergleichsweise jung, zeigte jedoch aufgrund des intensiven Einsatzes und der hohen Belastung in der Schweiß­halle bereits erste Abnutzungs­merkmale. Insbesondere die Verfüg­barkeit der bestehenden Hub­werke, die Nutzung im Tandem­betrieb und die Zuver­lässig­keit der vorhandenen Funk­steuerungen zeigten zunehmende Rück­schritte. Anfang 2024 war das Risiko einer Einschränkung der Betriebs­zuver­lässigkeit so weit fort­geschritten, dass eine umfassende Sanierungs­maßnahme erforderlich wurde. Somit hat die DB Bahnbau Gruppe die DKS Kran­service in Pirna mit der Planung der Sanierung der Kran­anlage in der sogenannten großen Schweiß­halle beauftragt. 

Kranerneuerung einschließlich komplett überabeiteter Steuerungstechnik    
Das Kranserviceunternehmen DKS arbeitet bereits seit 2023 im Auftrag der DB und führt bei den Kran­anlagen Prüfungen und Reparaturen aus. DKS deckt als zuverlässiger Partner für die Instand­haltung und Optimierung von Kran- und Hebetechnik das Spektrum von Reparatur und Wartung über Automa­tisierung bis hin zur Sicherheits­nachrüstung und wieder­kehrenden Prüfungen ab. Im November 2024 gab es schließlich den Start­schuss für das Projekt in Dresden, das mit Kran­komponenten von STAHL Crane­Systems realisiert wurde. 

Das Angebot der DKS umfasste unter anderem zwei Zweischienen­fahrwerke mit jeweils einem Seilzug ASF7063 für Trag­lasten bis 35 t und einem Hilfs­hubwerk SHF4012 bis 5 t. Hinzu kommen der Multi­controller SMC22, ein HBC-Master-Slave-Funksystem und eine komplett im Schalt­schrank montierte speicher­programmierbare Tandem­steuerung für Heben, Katz- und Kran­fahren. Die technische Umsetzung begann im August 2025. DKS hat die vorhandenen Komponenten der Krane demontiert und neue Hub­werke, Schalt­kästen und die Elektrik montiert. Der Umbau erfolgte während des laufenden Betriebs, für die abschließende Inbetrieb­nahme der Tandem-Krananlage war STAHL Crane­Systems zuständig. 

Modulare Bauprozesse in der Schweißhalle    
Grundsätzlich ermöglichen Stahlkonstruktionen einen modularen Bau­prozess. Stahl­brücken bestehen aus definierten Einzel­teilen, beispiels­weise Bogen- und Balken-Segmente. Hinzu kommen weitere Elemente, darunter Pfeiler, Blechträger-Balken, Unter- und Oberbauten sowie das Deck. Die Einzelteile der Brücke bieten Möglich­keiten zur Vor­fertigung und zur Anpassung bestehender Brücken­konstruktionen. Außerdem können die einzelnen Segmente gut ausgetauscht oder einzeln gewartet bzw. repariert werden.    

Die spanende Bearbeitung, wie Zuschnitt, Bohren oder Fräsen der Teile, findet in der Brücken­werkstatt in Halle 1 statt. In Halle 2, der sogenannten Schweiß­halle, werden die vorbereiteten Stahl­teile, darunter auch große und schwere T-Träger mit einer Bauhöhe von 1,30 m, zusammen­gefügt. In dieser Halle kommen jetzt zwei neue Master-Slave-Tandem-Krananlagen zum Einsatz. Die Spann­weite beträgt 22 m, die Hub­höhe 10 m. Das neue Haupt­hubwerk ASF7063 kann Traglasten bis 35 t mit regelbaren Hub­geschwindig­keiten von 0,08 m/min bis schnellen 4,20 m/min befördern. Hinzu kommt das Hilfs­hubwerk SHF4012 für assistierende Hebeaufgaben, das Traglasten bis 5 t mit Geschwindigkeiten bis 8 m/min verfährt.    

Die Stromzuführung zum Hebezeug erfolgt mittels Energiekette, die für eine Spannweite von 22 m vorgesehen und in einer Führungs­rinne auf dem Obergurt des Brücken­trägers angebaut ist. Das hat den Vorteil, dass neben der Strom­versorgung auch Daten­leitungen für die Sensoren und die Kommunikation (Profinet und Profisafe) geschützt und geordnet mit dem Hebezeug mitgeführt werden können. Gleichzeitig arbeitet das System zuverlässig, weil keine Schleif­kontakte vorhanden sind, die verschleißen oder bei widrigen Umgebungs­bedingungen Probleme machen könnten. Die Energie­kette sorgt in dieser stark beanspruchten Anlage für Zuverlässigkeit, Sicherheit und eine stabile Datenübertragung. 

Distanzgesteuerter Tandembetrieb mit elektronischer Lastsummierung    
Das Zweischienenobergurtfahrwerk bewegt die schweren Stahl­brücken­teile zuverlässig und schnell mit Geschwindig­keiten bis 25 m/min, um einen effizienten Betrieb zu gewährleisten. Die beiden Krane berück­sichtigen im Tandem­betrieb vordefinierte maximale Lasten. Das entsprechende Kommunikations­system zwischen den beiden Kranen wurde drahtlos realisiert.    

Die speicherprogrammierbare Steuerung überwacht sämtliche Zustände der beiden Krane. Im Katz­anfahrmaß (weniger als 4 Meter) darf die Gesamt­traglast 30 t nicht über­schreiten. Außerdem müssen die beiden Krane bei Volllast aus Gründen der Hallens­tatik mit 11 m Abstand distanziert werden, um die Belastung der Fundamente nicht zu überschreiten. Bei geringer Traglast können sie enger aneinander fahren. Dem­entsprechend wurde die Steuerung sicher mit Performance Level d ausgeführt. Zudem bestand der ausdrückliche Wunsch des Kunden, Service­rbeiten über das Touchpanel zu unterstützen.     

Gesteuert wird der Kran, dessen Antriebe mit Frequenz­umrichtern ausgerüstet sind, von einer zentralen Kran­steuerung an der Kran­brücke. Sie beinhaltet die speicher­programmier­bare Steuerung und den Multi­controller SMC22. Dieser überwacht permanent wichtige technische Betriebs­daten in Echt­zeit und ermittelt unter anderem automatisch das daraus resultierende Last­kollektiv. Das Programmieren und Auslesen der Betriebs­daten kann mit einem Notebook in diversen Datei­formaten erfolgen.    

Mit seiner automatischen Lastkontrolle (ALC+) vermeidet der Muti­controller Last­spitzen beim Anheben schwerer Gewichte. Die eingebaute speicher­programmierbare Steuerung übernimmt die elektronische Last­summierung und ermöglicht das gleichzeitige Heben der Lasten von Haupt­hub und Hilfs­hub, ohne die maximale Trag­fähigkeit von 35 t zu überschreiten. Bei einer Überlast erfolgt umgehend eine sichere Abschaltung. Die kontinuierliche Über­wachung der Last wird in Performance Level PL d Kategorie 2 nach EN 3849-1 ausgeführt. Das sorgt für eine nachweislich sichere Anwendung der Tandem-Krananlage beim Transport der Stahlteile in der Schweißhalle. 

Kranbewegung im Master-Slave-Modus per Funk steuern    
Der Bediener nutzt für das Verfahren der Krane ein Master-Slave-Funk­system der Firma HBC-radiomatic in Crailsheim, ein Hersteller von industriellen Funkfern­steuerungen für Krane, Baumaschinen und Sonder­anlagen. Bei dieser Funk­steuerung mit der Bezeichnung „technos“ arbeiten ein Hauptsender (Master) und weitere Sender (Slaves) zusammen.    

Die Nebenbediengeräte (Slaves) ermöglichen eine sichere und flexible Steuerung durch weitere Personen. Wenn beispiels­weise eine präzise Montage der Stahlteile in der Halle nötig ist, übernimmt ein Techniker unmittelbar vor Ort die Kontrolle über den Slave. Danach wird wieder zum Haupt­bediengerät (Master) umgeschaltet. Auf diese Weise wird ein effizienter Fertigungsprozess in Halle 2 unterstützt.    

Nach dem Fügen helfen die Krane beim Abtransport der geschweißten Stahlteile in Richtung Halle 3. Dort findet die Konservierung statt, denn die Brücken sollen viele Jahre überdauern und möglichst wartungs­frei sein. Deshalb werden die Elemente in Halle 3 mit Stahlkies gestrahlt. Das löst den Zunder und bringt eine definierte Rauheit für einen bleibenden Farb­auftrag. Nach der sogenannten Konservierung durch eine Lackierung sind die Stahlteile montage­fertig und können zusammen mit den in Halle 4 gelagerten Montage­komponenten zur Baustelle gebracht werden, wo sich Mitarbeiter der Brücken­werkstatt um den Zusammenbau und die End­abnahme kümmern. 

Fazit    
In der Schweiß­halle der Brücken­werkstatt der DB Bahnbau Gruppe müssen Kran­anlagen nicht nur für hohe Gewichte und raue Umgebungen ausgelegt, sondern auch hoch­verfügbar sein. STAHL CraneSystems hat für sein Partner­unternehmen DKS Kran­service verschiedene Lösungen im Produkt­portfolio, die für raue Einsätze ausgelegt sind, einschließlich der Steuerungs­technik und dem entsprechenden Know-how bei der Erstellung der Stromlauf­pläne. Die erneuerte Tandem-Krananlage in den DB-Werkstätten in Dresden zeigt, dass sich solche Umbau­projekte innerhalb eines Jahres planen und im laufenden Produktions­betrieb innerhalb weniger Wochen integrieren lassen.   


Über die DB Bahnbau Gruppe  
Die DB Bahnbau Gruppe GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG und zählt zu den führenden Anbietern für Bau, Instandhaltung und Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur in Deutschland. Mit über 4.000 Mitarbeiter:innen und rund 700 Instandhaltungsfahrzeugen werden die Planung, Erstellung und Instandhaltung von Infrastrukturanlagen, insbesondere der Eisenbahninfra-struktur und Eisenbahnverkehrsleistungen, erbracht. Seit fast 100 Jahren entstehen in der Brücken-werkstatt Dresden aus Leidenschaft und Tradition Produkte von höchster Qualität. Das Portfolio erstreckt sich von der Restauration denkmalgeschützter Bauteile bis hin zur Neuentwicklung der längsten Hilfs-brücke. Die DB Bahnbau Gruppe ist Leistungsträger im Eisenbahnbrückenbau. Mit fast einem Jahrhundert Erfahrung und Innovationen für das nächste Jahrhundert. 

Über Columbus McKinnon
Die Columbus McKinnon Corporation (CMCO) blickt auf eine über 150-jährige Geschichte zurück. Das Unternehmen ist weltweit führend in der Hebe- und intelligenten Bewegungs­steuerungs­technologie. Es vereint drei Business-Plattformen unter einem Dach: Lifting Solutions (Hebezeuge, Kran­systeme und Last­aufnahme­mittel), Linear Motion Solutions (Hubsäulen, Hub­systeme und Winden) sowie Conveyance Solutions (Förder­systeme und Förder­bänder). CMCO ist eine globale Organisation mit Hauptsitz in Buffalo, New York. Die globale Präsenz umfasst Büros und Produktions­stätten in Nordamerika, Lateinamerika, Europa, Afrika und Asien. CMCO-Produkte sind in über 50 Länder im Einsatz. 3000 Mitarbeiter weltweit erwirtschaften einen Umsatz von über 1 Mrd. US-Dollar (2024). Das innovative Produkt­portfolio hoch­wertiger Marken wie STAHL CraneSystems, Yale, Pfaff-silberblau, Dorner und montratec geht auf die Bedürfnisse der Kunden ein, indem die Sicherheit in den Unternehmen erhöht und deren Wachstum und Effizienz gefördert werden.
www.cmco.com

Über STAHL CraneSystems

Die Marke STAHL CraneSystems steht für zuverlässige und sichere Hebezeuge sowie Kran­komponenten als auch methodische Engineering-Lösungen. Die Produkte werden in Standard-, Sonder- und explosions­geschützten Brücken­kranen oder Hebe­anlagen in Branchen, wie Automotive, Öl und Gas, Kraftwerkbau, chemische Industrie, Verkehr und Logistik, Stahl- und Beton­industrie, Maschinen- und Anlagenbau, Luft- und Raumfahrt­industrie sowie in der Pharma- und Lebens­mittel­industrie eingesetzt. 
www.cmco.com/de/stahlcranes

Unternehmenskontakt: 
STAHL CraneSystems GmbH | Daimlerstr. 6 | 74653 Künzelsau 
Heike Metzger, Tel.: +49 7940 128-2388 
E-Mail: heike.metzger@stahlcranes.com 

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