STAHL CraneSystems in der Stahlproduktion

Die Stahlproduktion

Neuer Greiferkran trotzt Hitze und Staub

Neuer Greiferkran von CraneBuilders trotzt Hitze und Staub

06.10.2015 Presse

In der Aus­kühl­halle von Nedstaal in Rotterdam herrscht geschäftiges Treiben. Alle paar Minuten kommt der Werks­zug und bringt rot glühenden, frisch in Formen gegossenen Stahl. Die Guss­formen, auch Kokillen genannt, werden hier zum Aus­kühlen entladen, geöffnet, gereinigt und zwischen­gelagert. An der Hallen­decke bewegen sich zwei Greifer­krane, die rund um die Uhr Züge und LKWs be- und entladen. Strahlend gelb hebt sich einer der Krane vom Grau der Halle ab. Erst vor wenigen Wochen wurde er hier vom nieder­ländischen STAHL-CraneSystems-Partner CraneBuilders montiert. „In dieser Umgebung braucht Nedstaal einen besonders robusten und zuverlässigen Kran“, sagt René Rohde, Projekt­leiter von CraneBuilders, und erklärt: „Unsere Kran­anlage arbeitet mit STAHL-CraneSystems-Seilzügen und einem Greifer mit spezieller Seil­führung. Durch gemeinsames Engineering und die viel­seitige Kran­technik aus Deutschland konnten wir die optimale Kran­anlage für unseren Kunden entwickeln.“

Nedstaal erzeugt hoch­wertigen Stahl für Stahl­verarbeitungs­unternehmen. Das Kern­geschäft bilden dabei maß­geschneiderte, kleine Chargen von jeweils 30 bis 50 Tonnen. Stahl ist nicht gleich Stahl: Je nach Mischung der Zutaten und der Ver­arbeitung ist Nedstaal in der Lage, Hunderte verschiedener Stahl­sorten herzu­stellen. Ausschlag­gebend für den Erfolg des Unter­nehmens sind sowohl die individuell produzierten Stahl­sorten als auch die kurzen Liefer­zeiten. Dabei kommt es auf einen hohen Material­durch­satz in der Produktions­kette und damit auf funktion­ierende Technik an.

Der neue Kran im vorderen Teil der Halle verfügt über einen Greifer zum sicheren und schnellen Auf­nehmen der Stahl­zylinder. Das Heben und Senken des Greifers erfolgt über zwei auf einem Zwei­schienen­fahr­werk montierte Seil­züge. Bei Greifer­lösungen dieser Art wirken besonders hohe Kräfte auf die Seil­trommel, was dazu führt, dass Seil und Seil­führung sich schnell abnutzen. Häufige Wartungs­termine und ungeplante Still­stände wären die Folge.

„Gemeinsam mit STAHL CraneSystems haben wir eine verschleiß­arme Lösung mit zwei Seil­zügen entwickelt, die speziell auf diese Anwendung abgestimmt ist“, sagt Marco Lindhout von CraneBuilders. „Durch unsere Konstruktion kann der Greifer absolut senk­recht und ohne Ver­drehen bewegt werden und das sogar im Falle eines geringen Ungleich­laufs oder bei einem ein­seitigen Stopp eines der Hebe­zeuge“, so Lindhout weiter. Möglich macht das eine aus­geklügelte Seil­verspannung, die sich in festem Abstand unter­halb der Seil­züge befindet. „Die spezielle Seil­führung über mehrere Umlenk­rollen hält die Last beim Fahren schwingungs­frei und wirkt durch die schräg laufenden Seile stabilisierend“, erklärt Peter Kittsteiner, der als Area Sales Manager von STAHL CraneSystems die Lösung mit­entwickelt hat. Darüber hinaus werden Belastungen der Seil­trommel zum Beispiel durch Schräg­ziehen vermieden. „Manchmal braucht man gar nicht viel Technik – mit großer Erfahrung und der richtigen Idee lassen sich viele Aufgaben intelligent und äußerst effizient lösen“, freut sich Marco Lindhout.

Die Stahl­produktion ist zwar Energie-intensiv, doch Nedstaal versucht, Ressourcen zu sparen, wo es möglich ist – auch beim Kran. Projekt­leiter René Rohde erklärt: „Unsere Kran­steuerung führt die an Frequenz­umrichtern und Bremsen entstehende Energie ins Netz zurück. Dadurch können wir Gesamt­energie­verbrauch des Krans verringern.“

Um trotz der hohen Staub­bildung einen störungs­freien Betrieb des Kranes zu er­möglichen, entschied sich CraneBuilders für zwei AS 7-Seilzüge von STAHL CraneSystems. Die robusten Hebe­zeuge gelten als besonders zu­verlässig, sind wartungs­arm und kommen auch mit hohen Umgebungs­temperaturen und widrigen Umgebungen mühelos zurecht. Rohde meint: „Der AS 7 war hier für uns das beste Produkt. STAHL CraneSystems konnte die Seil­züge für unsere Konstruktion individuell anpassen, die Installation war einfach, die Inbetrieb­nahme problemlos und seither läuft der Kran ohne Zwischen­fälle – trotz der dicken Staub­schicht, die sich in nur wenigen Wochen auf dem Kran gebildet hat.“

Die erfolg­reiche Zusammen­arbeit von CraneBuilders und STAHL CraneSystems hat Tradition. CraneBuilders ist als eigen­ständiger Kran­bauer aus der nieder­ländischen STAHL-CraneSystems-Tochter­gesellschaft hervor­gegangen und hat sich mit seinem Schwester­unter­nehmen CraneSolutions zu einem der führenden Kran­bauer in den Niederlanden entwickelt. Das Unter­nehmen hat seinen Sitz in Katwijk, 20 Kilometer nördlich von Den Haag. Zu den Kunden zählen Industrie­unter­nehmen im In- und Ausland aber auch Schiffs­werften oder Produktions­firmen von Offshore-Anlagen.

Bilder

Noch hebt sich der neue Kran strahlend gelb vom Rest der Halle ab.
Per Funk steuert der Kran­führer den mächtigen Greifer, mit dem die Zylinder aus frisch gegossenem Stahl gehoben werden.
In nur wenigen Wochen hat sich auf dem Kran eine dicke Staub­schicht gebildet. Den robusten AS 7-Seilzügen von STAHL CraneSystems kann der Staub nichts anhaben.
Aus­ge­klügelte Technik aus den Niederlanden: Durch die starr unter das Fahr­werk montierte Seil­ver­spannung kann der Greifer senk­recht und ohne Ver­drehen gehoben werden. Auch Schräg­ziehen der Last führt nicht zu erhöhter Belastung oder vor­zeitigem Verschleiß der Seilzüge.
Vorsicht heiß! Die Arbeit in der Halle ist anstrengend und anspruchsvoll.
Kran­technik von STAHL CraneSystems sorgt auch bei Nedstaal für einen wirtschaft­lichen und wartungs­armen Betrieb der Krananlage.