Schwer was los

Schwer was los

Seilzüge SH 50 stemmen Stahlbleche

Seilzüge von STAHL CraneSystems stemmen Stahl für den industriellen Anlagenbau

09.05.2019 Presse

Im süd­badischen Kirch­zarten stellt die Stahlbau Schauenberg GmbH seit 1958 industrielle Anlagen für Raffinerien, Chemie­anlagen und Kraft­werke auf der ganzen Welt her. Um die dazu benötigten Stahl­bleche und -rohre effektiv und sicher zu bewegen, kommen nach einer Modernisierung durch die Kranbaufirma Innokran, zwei neue 10t-Krananlagen mit Seilzügen SH 50 von STAHL CraneSystems zum Einsatz.

Ob Kunststoff-, Lebensmittel-, Pharma- oder Automobil­industrie – kaum ein Industrie­zweig kommt ohne die von der chemischen Industrie erzeugten Rohstoffe aus. Bei der Herstellung verschiedener Gase und Elemente kommen riesige Raffinerien, Spaltöfen oder Luftzerlegungs­anlagen zum Einsatz: 20.000 bis 25.000 Tonnen – so viel Stahl steckt in den Konstruk­tionen der industriellen Anlagen, welche die Mitarbeiter der Stahlbau Schauenberg GmbH an 6 &Stand­orten weltweit pro Jahr pro­duzieren. Teil­weise werden für die Pro­duktion einzelner Prozess- oder Raffinerie­öfen bis zu 7.500 Tonnen Metall abgewickelt: viel Material, das geliefert, gelagert, bewegt und vor allem der Pro­duktion zugeführt werden muss. 

Im südbadischen Kirchzarten, nur ca. 10 Kilometer östlich von Fre­burg, befinden sich Haupt­verwaltung, Engineering, Pro­duktion und Montage des Familien­unternehmens. Hier lagern im Außen­bereich die zahl­reichen Bleche und Rohre für die Montage und Verarbeitung im Werk. Es ist viel los: fast schon im Stunden­takt wird neues Material angeliefert. Der für das Handling der Stahl­bleche ver­antwortliche Mitarbeiter hat alle Hände voll zu tun. Für den Umschlag des Stahls kommen in Kirchzarten bereits seit 2009 Krananlagen mit Hebezeugen von STAHL CraneSystems zum Einsatz: Schon damals installierte die Firma Innokran GmbH – lang­jähriger zertifizierter Partner von STAHL CraneSystems – Anlagen im Werk und stattete diese mit Technik von STAHL CraneSystems aus. „Unser Kunde ist sehr zufrieden mit den Anlagen und Hebe­zeugen, daher wurden wir auch 2018 mit der Modernisierung der Krananlage im Außen­bereich beauftragt“, erklärt Klaus Fetzer von Innokran.

Die bisherige Krananlage im Lagerbereich stammte aus den 70er-Jahren und war mit 6 Tonnen Tragfähig­keit dem Anstieg von Stück­zahl und Gewicht des umgeschlagenen Materials nicht mehr gewachsen. Außerdem war die Haken­höhe der Kran­anlagen nicht mehr aus­reichend, daher war eine Erhöhung der Tragfähig­keit sowie ein Austausch der Hebe­zeuge nötig. Die Modernisierung der kom­pletten Anlage lief in enger Zusammen­arbeit zwischen Innokran und der Stahlbau Schauenberg GmbH ab. „Als Spezialist im Stahlbau hat Schauenberg die nötige Umrüstung der Kran­bahnen auf die gewünschte höhere Traglast selbst vorgenommen. Innokran hat dann die Krane, die Hebezeuge und die Technik installiert“, führt Klaus Fetzer aus.

Die neue Krananlage besteht aus zwei Zweiträger­brücken­kranen mit 20 Metern Spannweite und jeweils 10 Tonnen Tragfähig­keit. Die Kranbrücken­träger wurden um 500 mm aufgebockt, um eine Haken­höhe von 7,5 Metern zu erreichen. An den Kranen ermöglichen zwei Seilzüge SH 50 von STAHL CraneSystems mit ihrer serien­mäßig kompakten Bau­weise eine optimale Raum­ausnutzung durch geringe Anfahr- und Bauhöhen­maße. Die Bedienung der Anlage erfolgt bequem über eine Funkfern­steuerung. Für den Dauer­einsatz im Außen­bereich sind die Hebe­zeuge aus Künzelsau optimal gerüstet: Stillstand­heizungen der Motoren und Steuerungen gewähr­leisten einen reibungs­losen Betrieb bei Temperaturen bis zu –20°C. Einen zusätz­lichen Schutz gegen Witterungen bieten die über allen elektrischen Bauteilen installierten Regenschutz­dächer.

Klaus Fetzer betont weitere Features der neuen Anlage: „In Zukunft soll wertvolle Zeit beim Handling eingespart werden, indem das manuelle Anschlagen der Bleche mit Hilfe von Ketten durch das Anschlagen mit Magnet­traversen ersetzt wird. Daher hat Innokran die Anlage mit Federkabel­trommeln und arretierbaren Last­haken für die Installation einer Magnet­anlage vorbereitet.“ Mit einer Hubgeschwindigkeit von 1,3/8,0 m/min, einer Katzfahrgeschwindigkeit von 5/20 m/min und einer Kran­fahr­geschwindig­keit von 10/40 m/min ist eine zügige Bewegung des Materials aber auch schon heute möglich. Eine weitere Besonderheit der neuen Anlage ist laut Klaus Fetzer der Statik geschuldet: „Um die Seiten­kräfte an einer Kranbahn­achse zu reduzieren, haben wir die Kopf­räger der Krane mit horizontalen Führungs­rollen und spurkranz­losen Lauf­rollen ausgerüstet. So können auch Fahr­widerstand und Verschleiß minimiert werden.“

Die Anlage in Kirchzarten ist seit Mitte 2018 im Dauereinsatz und leistet der Stahlbau Schauenberg GmbH mit wartungsarmer Technik gute Dienste.

 

 

Bilder

Im Außen­lager der Stahl­bau Schauen­berg GmbH in Kirch­zarten werden mit Hilfe zweier Zweiträger­brücken­krane und zweier Seil­züge von STAHL CraneSystems tonnen­schwere Stahl­bleche und -rohre für die Ver­arbeitung im Werk um­geschlagen.
Anstieg von Stück­zahl und Gewicht des um­geschlagen Materials machten eine Er­höhung der Trag­fähigkeit sowie einen Aus­tausch der Hebe­zeuge nötig.
Beim Aus­laden der Stahl­bleche kommen funk­fern­gesteuerte Seil­züge SH 50 von STAHL CraneSystems zum Ein­satz.
Hori­zontale Führungs­rollen und spur­kranz­lose Lauf­rollen an den Kopf­trägern reduzieren Seiten­kräfte an der Kranbahn­achse, Fahr­widerstand und Ver­schleiß.
Die Hebe­zeuge sind mit Still­stand­heizungen und Regen­schutz­dächern für einen reibungs­losen Betrieb bei Tempe­raturen bis zu –20°C in allen Witte­rungen aus­gerüstet.
In Zukunft soll das manu­elle An­schlagen durch den Ein­satz von Magnet­traversen ersetzt werden – die Voraus­setzungen dafür hat die neue Kran­anlage bereits.